Votum von Markus Schaaf zu 4950
Die Bevölkerung in unserem Kanton – wir alle konnten uns in den letzten Monaten davon überzeugen, dass der Kanton Zürich auch in der Krise funktioniert. Die Gesundheitsversorgung, die öffentliche Sicherheit, die Schulen, die öffentliche Verwaltung – all diese Institutionen haben auch in der Krise funktioniert. Das geschah nicht einfach von alleine – oder weil man so gut vorbereitet war. Der Kanton Zürich funktioniert, weil er gute Mitarbeitende hat, die bereit sind, einen grossen Einsatz zu Leisten zum Wohl der Bevölkerung.
Natürlich kann man jetzt ein klein wenig applaudieren und dann diesen Leuten diesen Leuten das Geld kürzen. Natürlich kann man jetzt streiten, ob es 156, 56, 22 oder «nur noch» 11 Mio. sein sollen, die gekürzt werden.
Aber was ist die Botschaft, die wir gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Kanton Zürich aussenden? Liebe SVP, liebe FDP, liebe GLP: Ist es das, was ihr unter Wertschätzung versteht?
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Vergleichen von Privatwirtschaft und Staat.
Es ist einfach nur ignorant, wenn man auch jetzt noch, mitten in der Krise den Staat und die Privatwirtschaft gegeneinander ausspielen will. Mittlerweile sollten es auch die liberalsten Liberalen gemerkt haben: eine starke, tragfähige und leistungsfähige Gesellschaft braucht einen starken Staat. Die Landwirte wissen es ja schon seit Jahren, dass es einen Staat braucht, der ihre Existenz sichert. Für eine kurze Zeit merken es jetzt auch die liberalen Unternehmer, dass es einen starken Staat braucht, damit unsere Gesellschaft weiter funktioniert. Doch dieser Staat ist nicht einfach so von sich aus da. Es braucht Frauen und Männer, die für die Bevölkerung im Kanton Zürich engagieren.
Eine leistungsfähige Wirtschaft braucht einen starken Staat und ein leistungsfähiger Staat braucht eine starke Wirtschaft. Hören wir auf, das eine gegen das andere auszuspielen.
Die EVP lehnt alle drei Kürzungsanträge zur Leistungsgruppe 4950 ab, die darauf abzielen, die Löhne des Staatspersonals zu kürzen.
Wenn Sie dem Personal vom Kanton Zürich wirklich Wertschätzung entgegen bringen wollen, dann unterstützen Sie den Antrag von Späth, Bischof und Schaaf. Damit erhalten die einzelnen Dienstbereiche die Möglichkeit, in Form von individuellen Einmalzulagen gezielt Sondereinsätze und Mehrleistungen von Mitarbeitenden zu honorieren. Ja, dieser Antrag kostet Geld. Wertschätzung, die etwas wert ist, ist eben mehr, als nur Applaudieren. Wertschätzung, die ernst gemeint ist, muss auch etwas wert sein.
Beat Monhart, Kantonsrat EVP, Gossau 077 470 16 36 E-Mail schreiben
Hanspeter Hugentobler, EVP-Kantonsrat, Pfäffikon, 044 951 17 91, E-Mail schreiben
Mark Wisskirchen, EVP-Geschäftsführer, Kloten, 044 271 43 02, E-Mail schreiben