Verheiratete sollen nicht länger höher besteuert werden

Kantonsrat Daniel Sommer, Affoltern a. Albis, äussert sich im kantonalen Parlament zum steuer Splitting für Verheiratete.

Es scheint so, dass wer heute eine Ehe oder eine verbindliche Partnerschaft eingeht, wohl nicht ganz bei Sinnen ist. Nicht weil die Hälfte der Ehen wieder aufgelöst werden – Tendenz immerhin rückläufig – sondern weil er gegen jede ökonomische Vernunft handelt. Denn nach seinem Ja-Wort wird er höher besteuert als im Konkubinat lebende.

Darum ist es wichtig, sich über die grundlegende Bedeutung von Ehe und Partnerschaft in unserer Gesellschaft Gedanken machen. Wer in einer Ehe oder in einer eingetragenen Partnerschaft zusammenleben will, entscheidet sich für geregelte Verhältnisse, Stabilität und Verbindlichkeit. Es sind diese Werte, die auch für unser Zusammenleben als Gesellschaft von tragender Bedeutung sind. Verlässlichkeit und Treue sind zwar schon etwas in die Jahre geratene Begriffe. Aber sie sind unabdingbare Grundlagen von erfolgreichen Partnerschaften in Beruf, Politik, Freizeit und eben auch bei Ehen. 

Das absolut gerechte Steuersystem wird  auch mit dem Splittingmodell nicht erreicht. Die heutige steuerliche Mehrbelastung von verheirateten Paaren von 7-8% ist aber trotzdem nicht unbedeutend. Wenn die steuerliche Ungleichbehandlung von verheirateten zu unverheirateten Paaren nicht korrigiert wird, ist das indirekt auch eine Abwertung der Bedeutung der Ehe in und für unsere Gesellschaft. 

 Die EVP hat sich für eine gerechtere Besteuerung von verheirateten Paaren eingesetzt.

Dagegen waren: FDP, Grüne, SP und erstaunlicherweise auch die EDU, welche sich sonst immer gerne als Familienpartei etablieren möchte…

Die Abstimmung endete mit 83 Nein zu 82 Ja-Stimmen.

Daniel Sommer

 

Für Auskünfte
Daniel Sommer, EVP-Kantonsrat, Affoltern am Albis, Mobile 079 223 61 62, E-Mail schreiben

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