Nein zur VI «für eine Elternzeit» der SP
von Dominik Schmid
Die EVP will die Unternehmen nicht weiter schwächen und erwartet eine nationale Vorlage zur erweiterten Elternzeit.
Die EVP hat sich in der vorberatenden Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (KSSG) gegen die Volksinitiative der SP ausgesprochen, ebenso lehnt sie den spät eingebrachten Gegenvorschlag von Die Mitte ab. Es soll eine verträgliche Regelung auf nationaler Ebene für Wirtschaft und Familie gleichermassen ausgearbeitet werden.
Die EVP setzt sich für eine faire Familienpolitik ein, neue Unterstützungsmodelle müssen weiterhin sozialverträglich und finanzierbar bleiben. Die Volksinitiative der SP, wie auch der leicht angepasste Gegenvorschlag von Die Mitte sind in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht tragbar. Vor allem Kleinunternehmen würden bei einer Annahme der Initiative finanziell wie personell vor grosse Probleme gestellt.
„Der Kanton Zürich soll nicht als Pilot-Versuch herhalten müssen für ein Problem, das auf nationaler Ebene geregelt werden muss. Hinzu kommt, dass wir erst im letzten Herbst über die Vaterschafts-Initiative beschliessen konnten», sagt Kantonsrat Mark A. Wisskirchen, Mitglied der KSSG.
Mit der Forderung zur erweiterten Mutter- und Vaterschaftsinitiative auf je 18 Wochen wird der Rahmen einer verträglichen Arbeitnehmerbelastung deutlich überschritten. Zudem darf auch erwähnt werden, dass diese Initiative nicht per se zu einer weiteren Gleichstellung von Mann und Frau im Berufsleben führen würde. Nicht berücksichtigt in diesen Forderungen würden beispielsweise Familien aus Landwirtschaftsbetrieben und weiteren Institutionen, die nicht in den Genuss einer solch grosszügigen Elternzeit kommen würden.
Freundliche Grüsse
Mark A. Wisskirchen
Geschäftsführer
Kantonsrat & Stadtrat Kloten