Nach dem Schiffsfünfliber fällt auch der ZVV-Nachtzuschlag – das ZVV-Nachtnetz wird erwachsen.

Die Evangelische Volkspartei des Kantons Zürich (EVP) begrüsst die Neuordnung des Nachtnetzes im Kanton Zürich. Insbesondere begrüsst die EVP die Absicht, auf den Nachtzuschlag zu verzichten und das Angebot auch zu Randstunden auszubauen. Auf diese Weise wird der öffentliche Verkehr noch mehr dazu beigetragen, dass die Menschen rasch, sicher und bequem auch zur Nachtzeit nach Hause kommen.

Es war alt-Kantonsrat Kurt Schreiber (EVP), Wädenswil, welcher als damaliger Präsident des Vereins zur Förderung des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich das Nachtnetz angestossen hat. Auch in der Neuzeit hat sich die EVP mit Kantonsrat Hanspeter Hugentobler, Pfäffikon, für ein zeitgemässes Nachtnetz eingesetzt. In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass dieses einem echten Bedürfnis entspricht.

Der ZVV beantragt dem Kantonsrat einen Nachtrag zur ZVV-Strategie 2022-2025. Er will den Nachtzuschlag abschaffen und eine Neukonzeption des Nachtangebots umsetzen. Dabei soll auf die volle Kostendeckung verzichtet werden, wie dies auch in der übrigen Tarifgestaltung der Fall ist. Die Mehrkosten von jährlich 5 Mio. Franken können im ZVV kompensiert werden, da bei der S-Bahn ab 2021 tiefere Kosten für die Trasse Nutzung anfallen.

Die 24-Stunden-Gesellschaft ist eine Tatsache. Es gilt darauf positiv zu reagieren. Dank dem ZVV-Nachtnetz kann die Mehrheit der Bevölkerung auf eine öffentliche Mobilität und damit auf eine ökologisch sinnvolle Alternative zum motorisierten Individualverkehr zählen. Ausserdem erhöht das Nachtnetz die Sicherheit und stärkt die Unfallprävention. Das Nachtnetz wird längstens nicht mehr nur von Jugendlichen genutzt, sondern auch von jungen Erwachsenen und Menschen jeden Alters. Der ZVV wird also erwachsen. Zu den Nutzer des Nachtangebots gehören im Übrigen nicht nur das Partyvolk, sondern auch zahlreiche Menschen, die nachts arbeiten. Auch sie sollen sicher und „klimafreundlich“ nach Hause kommen.

Den Ausbau des Nachtnetzes mit Anpassungen der Nacht-Knotenpunkte in der Stadt Zürich und in den Regionen begrüsst die EVP. Nach wie vor bestehen aber „schwarze Flecken“ oder Gebiete, die mit dem Nachtnetz schlecht erschlossen werden. Diese Lücken sollten in späteren Ausbauschritten eliminiert werden.

Die EVP bedauert, dass der ZVV aus dem Tarifverbund Nachtzuschlag austreten muss und dieser nicht einfach aufgehoben werden kann. Der «Kantönligeist» hat im Nachtnetz eigentlich keine Berechtigung mehr.

Die EVP begrüsst den Ausbau und die Neuausrichtung des Nachtnetzes und wird der Vorlage zustimmen.

Für Auskünfte
Hanspeter Hugentobler, EVP-Kantonsrat, Pfäffikon, 044 951 17 91, E-Mail schreiben
Markus Schaaf, Vizepräsident, Kantonsrat/Fraktionspräsident, Zell/Rämismühle, N: 078 707 00 66, E-Mail schreiben 
Mark Wisskirchen, EVP-Geschäftsführer, Kloten, 044 271 43 02, E-Mail schreiben

 

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