Fraktionserklärung zur Inszenierung am Theater Neumarkt
Fraktionssprecher: Johannes Zollinger Kantonsratssitzung vom 21. März 2016
In den vergangenen Wochen wurde rund vom Theater Neumarkt dazu aufgerufen, Nationalrat Roger Köppel zu verfluchen, zuletzt sogar mit einem eigens aus Kamerun eingeflogenen Voodoo-Priester.
Mit dieser primitiven Aktion wurde eine Grenze überschritten, die wir als EVP nicht tolerieren. Wenn einem Menschen gezielt Böses und Schlechtes gewünscht wird, hat das nichts mehr mit Kunst zu tun, es hat aber viel mit Kultur zu tun. Und diese Art von Kultur verurteilen wir aufs Schärfste!
Die EVP ist dankbar für die Meinungsfreiheit in unserem Land, aber wir fordern mit Nachdruck, dass diese Freiheit nur mit ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein beansprucht werden darf. Wer politisch Andersdenkende diffamiert oder verflucht, handelt verantwortungslos. Dafür kann niemand künstlerische Freiheit beanspruchen. Die EVP ist entsetzt, dass mit Steuergeldern und mit Geld von unserer ZKB ein solch erbärmlicher Schwachsinn unterstützt wird.
Der Weg zu Lösungen findet man nur auf der Basis von Respekt und Anstand. Ein Blick in die Geschichte und in unser aktuelles Weltgeschehen zeigen uns die schrecklichen Konsequenzen, wohin blinder Hass und fanatischer Verhetzung führen.
Angesichts der Tatsache, dass es immer mehr Menschen auf der Welt gibt, die bereit sind für einen Gott zu sterben, ist es gut, dass wir am nächsten Wochenende daran erinnert werden, dass es einen Gott gibt, der bereit war für die Menschen zu sterben.
In diesem Sinne wünscht Ihnen die EVP Frohe Ostern!
Für Auskünfte
Johannes Zollinger, Kantonalpräsident EVP ZH, Kantonsrat, Wädenswil G: 044 780 08 80 N: 079 370 22 49, Mail