Dringliche Interpellation ‘Verhandlungen mit der Stadt Zürich zum Rosengarten’

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Der Spruch «Wär nöd wott, hät gha» war etwas vom Ersten, was mir in den Sinn gekommen ist, nach der verlorenen Volksabstimmung vom vergangenen Jahr. Als EVP Kanton Zürich hatten wir die Vorlage zur  Rosengartenstrasse seinerzeit unterstützt, an der Abstimmung aber dann eine deutliche Niederlage erlitten.

Ähnlich wie meine Gefühlslage war wohl auch jene unserer Volkswirtschaftsdirektorin. Das ist bis zu einem gewissen Punkt verständlich, haben doch ausgerechnet die Bewohnerinnen und Bewohner aus Wipkingen dem hart errungenen Lösungsvorschlag so wenig abgewinnen können. Somit wurde nichts aus einem blühenden Leben an dieser blumig benannten Verkehrsachse. Im Gegenteil: Der heutige Zustand hat wenig mit einem Rosengarten zu tun, sondern viel mehr mit jenem einer Gürtelrose. Und wir alle wissen, dass es schlimmer wird, wenn man nur oberflächlich daran herumkratzt.
Ziel dieser Interpellation ist daher nicht einfach erneut die Finger in die Wunde zu legen. Vielmehr geht es darum daran zu erinnern, dass es einen neuen Anlauf braucht um zu einer Heilung des ungesunden Zustandes zu kommen.

Der Therapieplan könnte so aussehen:

  1. Trotz der Verantwortung der Stadt Zürich anerkennt der Regierungsratdie Rosengartenstrasse weiterhin als kantonal bedeutsame Verkehrsachse. Das ist sie zwar nicht für den Durchgangsverkehr, der mit nur noch 6% zum Glück überschaubar ist.

Aber trotzdem lebt in diesem Stadtteil ein grosser Teil der kantonalen Bevölkerung. Und ebenso wichtig ist, dass rund 30 Prozent der Beschäftigten des Kantons Zürich im Umfeld der Rosengartenstrasse und ihrer angrenzenden Quartiere ihren Arbeitsplatz haben.

  1. Der Regierungsrat erinnert sich wieder daran, dass er eine Verantwortung hat für die Gesamtverkehrsplanung im Kanton.

Und aus Erfahrung denkt er daran, dass in den Städten nachhaltige und mehrheitsfähige Lösungen nur in enger Kooperation mit den entsprechenden Exekutivvertreterinnen erreichbar sind.

Ein gegenseitiges Commitement trägt zudem dazu bei, dass einsame Entscheide von orientierungslosen Stadt-Wölfen verhindert werden können.

Als letzten Punkt möchte ich daran erinnern, dass es für eine gute Lebensqualität in diesem Quartier und letztlich in der ganzen Stadt auch darum geht, das ÖV-Angebot bezüglich Kapazität deutlich auszubauen.

Die EVP erwartet vom Regierungsrat, dass er als erwachsener und mitspracheberechtigter Partner auf den Stadtrat zugeht und mit ihm im Minimum eine Road-Map über den weiteren Weg der Rosengartenachse erstellt.

Für Auskünfte
Daniel Sommer, EVP-Kantonsrat, Affoltern, Mobil 079 223 61 62, E-Mail schreiben
Mark Wisskirchen, EVP-Geschäftsführer, Kloten, 044 271 43 02, E-Mail schreiben

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