Anpassung des Steuergesetzes - «Lex FIFA»

Bei der geplanten Änderung des Steuergesetzes geht es zentral um den Verein FIFA. Dieser sorgt seit Monaten für Schlagzeilen: «Das System Blatter»; «Trotz starker Kritik: System Blatter läuft wie geschmiert»; «Das System Fifa ist todkrank»

Als EVP machen wir uns keine Illusionen. Als Kantonsrat können wir die FIFA nicht reformieren und verändern. Diese Veränderung muss einerseits von innen kommen, andererseits ist es Aufgabe der Strafverfolgungsbehörde, Verstösse gegen geltendes Recht zu ahnden.


Aber was wir als Kantonsrat beurteilen können, ist diese eine entscheidende Frage: «Als was betrachten wir die FIFA?» Betrachten wir sie als einen gemeinnützigen Verein – oder als ein wirtschaftliches Unternehmen?

Im Jahre 2014 machte die FIFA einen Umsatz von 2,1 Mia. Franken. Es ist uns allen klar, Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Aber auch davon macht die FIFA viel. Im Jahre 2006 waren es sagenhafte 303 Mio. Franken, im Jahre 2010 lag der Gewinn bei 202 Mio. Die FIFA verfügt heute über liquide Mittel von über 1,5 Mia. Dollar. Damit könnte sich die Fifa um eine Bankenlizenz bewerben.


Alleine der Mediensprecher der Fifa hat einen höheren Nettolohn als ein Regierungsrat vom Kanton Zürich. Böse Zungen sagen: «In der FIFA ist der häufigste Satz: „Wieviel willst Du?“» Es scheint, als hätte die FIFA Fifa diese Frage dem Kanton Zürich gestellt. Die FIFA zahlt heute Steuern, die in keinem Verhältnis zu Umsatz, Gewinn und Vermögen stehen.


In den Augen der EVP hat die Fifa das Terrain der Gemeinnützigkeit schon längst verlassen. Sie ist ein wirtschaftliches Unternehmen, das nach den Gesetzen des Marktes geführt wird, sowohl strategisch, wie auch operativ. Daran ist im Grundsatz ja auch nichts Schlechtes. NUR sollten wir dieses Unternehmen dann eben auch als ein solches besteuern – und nicht gleichbehandeln, wie die Pfadi Säuliamt oder der Evangelische Frauenverein Walisellen.

Die EVP wird diese PI vorläufig unterstützen – aus Fairness zu allen wirklich gemeinnützigen Organisationen.

Der Kantonsrat hat mit 70 Stimmen die Initiative vorläufig unterstützt. Jetzt wird sie einer Kommission zur eingehenden Beratung zugewiesen.

Für Auskünfte
Hanspeter Hugentobler, EVP-Kantonsrat, Pfäffikon, Mobile 079 355 08 09, E-Mail schreiben
Peter Reinhard, EVP-Kantonsrat, Kloten, Mobile 079 402 38 82, E-Mail schreiben

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